📅 19. November 2025
📍 Jade Hochschule Wilhelmshaven
Im November 2025 haben wir das erste Mal an einem Robotik-Wettbewerb teilgenommen, bei dem es nicht um unsere eigenen Fußballroboter ging: Die Roboter Design Challenge der Jade Hochschule Wilhelmshaven!
Was ist die Roboter Design Challenge?
Die Roboter Design Challenge ist ein jährlicher Technik-Wettbewerb für Schüler:innen, Studierende und alle, die Spaß an Robotik haben. Im Rahmen des Jade Karrieretags treten Teams aus zwei bis drei Personen gegeneinander an und entwickeln einen Roboter, der einen vorgegebenen Parcours mit unterschiedlichsten Aufgaben bewältigen muss.
Alle Teams starten mit demselben Bausatz, der ein paar Wochen vor dem Event verschickt wird und vielfältige Komponenten enthält: Motoren, Sensoren, LEDs, Platinen, einen Controller zur Steuerung und einiges mehr. In dieser Bauphase wird getüftelt, konstruiert, getestet und optimiert. Der Clou: Bausatz, Aufgaben und Parcours ändern sich jedes Jahr, sodass immer neue technische und kreative Lösungen gefragt sind.



Der Wettbewerb: Was müssen die Roboter können?
Auf dem thematisch gestalteten Parcours müssen die Roboter bestimmte Aufgaben absolvieren, beispielsweise:
- Hindernisse überwinden
- Objekte bewegen, aufnehmen und transportieren
- anspruchsvolle Untergründe, Rampen oder Tunnel meistern
Neben diesem Wettbewerb findet auch noch eine Präsentation des Roboters statt, wofür ein ergänzendes Plakat erstellt wird. Im Vortrag zeigt das Team die wichtigsten Funktionen des Roboters und erklärt die Ideen dahinter.



Worum ging es dieses Jahr?
Vergangene Jahre hatten Szenarien wie „Feuer & Eis“ oder Müllsammeln im Wattenmeer, dieses Jahr ging es hingegen um Aufräumarbeiten in Wilhelmshaven nach einem Sturm: Stromleitungen freilegen, Hilfsgüter transportieren und Menschen ins zentrale Krankenhaus bringen.
Wie sah unser Roboter aus?
Unser Piratenschiff-inspirierter Roboter trug den Namen „Sir Lift-A-Lot“ und war mit fünf zentralen Elementen ausgestattet:
- Der Kran: Die beiden äußeren Führungsschienen wurden aus einem Vierkantrohr gesägt, in deren Mitte sich ein Holzschlitten linear auf und ab bewegen kann. Die oben befestigte Umlenkrolle dient dazu, den Kran mit dem Steuerrad zu verbinden.
- Das Steuerrad: Da sich der Servo-Motor nur um 180° drehen kann, brauchten wir einen Weg, die gewünschte Rotationsbewegung in eine lineare Bewegung zu übersetzen. Dafür wurde die Größe des Rads so gewählt, dass wir 17 cm Linearbewegung erreichen.
- Die Gabel: Während die starre Seite der Gabel mit einem Magneten ausgestattet ist, um magnetische Objekte zu fassen, kann sich die flexible Seite der Gabel nach rechts und links bewegen, um die gefassten Objekte wieder abzustreifen.
- Sir Lanzelot: Dieses Feature wurde als Notfall-Piekser installiert, um bei der Manipulation von Objekten zu unterstützen.
- Die Schiff-Steuerung: Durch ihren Allradantrieb kann die Steuerung in jedem Terrain gut agieren. Sie ähnelt einer Kettenpanzersteuerung, bei der verschiedene Geschwindigkeitsstufen (inklusive Turbo, erkennbar an der roten LED) ausgewählt werden können.






Wie ist es gelaufen?
Als einziges externes Team haben wir uns ziemlich gut geschlagen: In der ersten Runde hat unser Roboter erfolgreich und ziemlich schnell ein Dach von einer Stromleitung entfernt, um den Strom wieder ans Laufen zu kriegen. In der nächsten Runde haben wir die zweitmeisten Hilfsgüter von zwei Sammelpositionen zum zentralen Krankenhaus gebracht. In der Finalrunde ging es dann um Menschenrettung und man musste nach Triage entscheiden, welche Personen man zuerst (in unserem Fall wortwörtlich) „aufgabelt“ und ebenfalls ins Krankenhaus bringt. Insgesamt konnten wir mit unserer Leistung den dritten Platz erreichen, womit wir sehr zufrieden sind!






Vielen Dank, dass wir auch als Nicht-Studierende der Jade Hochschule teilnehmen und uns mal einer ganz neuen Challenge annehmen durften! Wir hatten nicht nur bei der Entwicklung des Roboters, sondern auch am Tag des Events sehr viel Spaß.





