

Der RoboCup 2026 in Incheon war für uns eine intensive und unvergessliche Woche. Schon die Anreise nach Südkorea war ein kleines Abenteuer mit langen Flügen, lustigen Taxifahrten und den ersten gemeinsamen Erlebnissen vor Ort. Nach einer kurzen Erholungspause ging es jedoch direkt an die Arbeit, denn bis zum ersten Spiel gab es noch jede Menge zu tun.
Unser Hotel hat uns freundlicherweise das Café im Erdgeschoss als provisorisches Labor zur Verfügung gestellt. Dort haben wir stundenlang an unseren Robotern gearbeitet, bevor wir an den offiziellen Setup-Tagen in der Wettkampfhalle weiter schrauben, löten, programmieren und testen konnten. Schritt für Schritt haben wir unsere neuen Roboter einsatzbereit gemacht und wichtige Software- und Strategieanpassungen umgesetzt. Besonders wertvoll waren die ersten Testfahrten auf dem Spielfeld, bei denen wir unsere Entwicklungen unter realen Bedingungen ausprobieren konnten.



Der Start in das Turnier verlief allerdings anders als erhofft. Unser erstes Gruppenspiel gegen den amtierenden Vizeweltmeister ZJUNlict endete nach zahlreichen technischen Problemen auf beiden Seiten mit einem 0:0. Auch das zweite Spiel gegen KIKS wurde von Ausfällen der Liga- und Vision-Sofware überschattet, sodass erneut kein flüssiger Spielverlauf möglich war und am Ende wieder ein torloses Unentschieden auf der Anzeige stand.
Im dritten Gruppenspiel trafen wir auf RobôCIn, ein Team, das wir bereits aus der Division B gut kannten. Nach kurzer Spielzeit entschied sich unser Gegner jedoch, das Spiel abzubrechen, um die eigenen, bereits angeschlagenen Roboter nicht weiter zu beschädigen. Das Spiel wurde mit 10:0 für uns gewertet, ein ungewöhnliches Ergebnis, über das wir uns zwar freuen konnten, sich aber nicht wie ein richtiger Sieg anfühlte.



In den verbleibenden Spielen mussten wir uns den RoboDragons mit 0:4 und ZJUNlict im Rückspiel mit 0:2 geschlagen geben. Auch wenn wir sportlich hinter unseren eigenen Erwartungen geblieben sind, ziehen wir insgesamt ein sehr positives Fazit.
Besonders stolz sind wir auf die Fortschritte der Hardware, die wir während des Wettbewerbs erzielt haben. Unsere neu entwickelten Roboter konnten nach vielen Monaten intensiver Arbeit erfolgreich auf dem Spielfeld eingesetzt werden. Gleichzeitig haben wir neue Software- und Strategieansätze direkt vor Ort entwickelt, angepasst und unter realen Wettkampfbedingungen getestet. Vor allem aber hat sich unser Team erneut bewiesen: Trotz Zeitdruck, wenig Schlaf und unerwarteter Herausforderungen haben wir zusammengehalten, uns gegenseitig unterstützt und bis zum Schluss an unseren Lösungen gearbeitet.



Auch nach unseren letzten Spielen haben wir jede verfügbare Minute in der Halle genutzt, um weiter an unseren Robotern zu arbeiten. Ein Spielfeld dieser Größe steht uns in Hannover schließlich nicht jederzeit zur Verfügung. Natürlich gehörten auch die Finalspiele, die Siegerehrung und die gemeinsame Abschlussfeier zum RoboCup-Erlebnis dazu.



Nach dem Wettkampf konnten wir schließlich noch einige freie Tage in und um Seoul genießen – ein gelungener Abschluss einer intensiven Reise.
Mit vielen neuen Erkenntnissen, Erfahrungen und jeder Menge Motivation blicken wir nach vorne. Unser Ziel ist klar: Beim RoboCup 2027 in Nürnberg möchten wir an die Fortschritte dieses Jahres anknüpfen und erneut alles geben, damit wir dann vielleicht sogar einen Platz auf dem Podium ergattern können!





